

Die Lage, der Boden, das Klima und der Winzer
Mit durchschnittlich 225 Sonnentage im Jahr und dem fast schon mediterranen Klima, verfügt die Südpfalz über optimale klimatische Bedingungen für ein hervorragendes Wachstum der Weinreben. Darüber hinaus ist die geologische Beschaffenheit der Böden äußerst vielseitig und bietet geradezu ideale Bedingungen für den Weinbau. So sind Keuper, Muschelkalk, Lehm, Granit, Buntsandstein, Mergel und Schiefer vorzufinden. All das sind Zutaten, die uns ganz besondere Weine klassischer Rebsorten gelingen lassen.
Aufgrund der optimalen Bedingungen sind wir in der glücklichen und günstigen Lage für die Herstellung unserer Weine die natürlichen Faktoren, wie die Lage, die Böden und das Mikroklima in den Vordergrund zu stellen. Darüber hinaus setzen wir unsere umfangreiche weinbautechnische und önologische Ausbildung und Erfahrung tagtäglich ein um die Charakteristiken dieser Faktoren in unseren Weinen herauszuarbeiten.
So kategorisieren wir unsere Weine seit 1990 ausschließlich nach der romanischen Weintradition in Terroir Weine und Rebsorten Weine und lassen die Kategorisierung nach Spätlese, Auslese etc. außer Acht, auch wenn das Mostgewicht zum Zeitpunkt der Lese einer Spät- oder Auslese entspricht. Jeder Wein unserer Terroir-Linie (terroir (franz.) = Gegend), zeigt daher ausgeprägt den Charakter seiner Bodenherkunft. Jeder Wein unserer Rebsorten-Linie (Rebsorte = cépage (franz.) zeigt eindrucksvoll die charakteristischen Merkmale der Rebsorte.
Um die spezifischen Charakteristiken in den Terroir- und Rebsorten-Weinen zu erhalten, verfolgen wir eine ganzheitliche Wein-Philosophie. Die Weinherstellung beginnt für uns bereits bei Auswahl der Weinberge und deren Bepflanzung, geht über die Arbeit im Weinberg, die Qualität der Weinlese, die Kunst im Keller bis hin zur Abfüllung und Etikettierung.
Die Auswahl der Weinberge erfolgt seit Generationen und heute verfügen wir über eine beachtliche Größe, Güte und natürliche Vielfalt. So bearbeiten wir heute mehr als 110 Hektar beste Südpfalzlagen. Bereits bei der Bepflanzung folgen wir mikrobiologischen Prinzipien, indem wir zusammen mit unserem Anbauspezialisten pro Parzelle eine natürliche Klonvielfalt angepasst auf die bodenspezifischen Gegebenheiten pflanzen.
Bei der Arbeit im Weinberg setzen wir auf traditionelle Verfahren, ganz nach dem Motto:
Du sollst nicht nur nach Weinbergslagen,
auch nach dem Winzer sollst Du fragen:
denn siebzehnmal geht er,
bald grad´, bald krumm
im Jahr um jeden Rebstock rum.
So betreiben wir einen hohen manuellen Aufwand bei der Weinbergpflege. Dies dient der Optimierung des Reifeprozesses. Einige unsere Weinberge liegen im Naturschutzgebiet, dort verzichten wir gänzlich auf Pestizide. Aufgrund der Erfahrungen dort haben wir auch die Pestizid-Spritzungen in den restlichen Weinbergen auf ein Minimum reduziert und setzen statt dessen und mit großen Erfolg natürliche Mikroorganismen ein.
Während der Weinlese setzen wir unseren Qualitätsanspruch um, indem wir ausschließlich gesundes vollreifes Lesegut ernten. In für uns schlechten Jahren, wie beispielsweise 2004, schneiden wir bis zu 50 % der Ernte „auf den Boden“ oder ernten ganze Parzellen gar nicht. Geerntet wird ausschließlich entrappt, das heißt die Weintrauben werden bereits bei der Weinlese von Stielen und Stängeln befreit.
Die Kunst im Keller beginnt mit dem Entladen der Traubenbütten an der Kelterstation. Bei der Weißweinbereitung werden die Trauben nach der Lese sofort schonend gepresst und dann gemaischt. Dabei bleiben die Kerne unversehrt, denn während das Tannin (Gerbstoff) in der Beerenschale wohlschmeckend und weich ist, sind die Gerbstoffe in den Traubenkernen härter. Es gilt: die Qualität sitzt in der Schale! Bei der Rotweinbereitung erfolgt die sogenannte Maischegärung. Dabei lassen wir die Maische solange gären, bis ausreichend Farb- und Gerbstoffe gelöst sind. Erst dann wird der abgepresste rote Most endgültig vergärt. Nach schonender Pressung werden die Weine temperatur-kontrolliert vergoren. Die Zeit der Lagerung eines Weines im Fass beeinflusst entscheidend die Qualität. Unsere Rotweine reifen in der Regel bis zu 2 Jahren im Eichenfass und bis zu 15 Jahre in der Flasche.
Die Flaschenfüllung erfolgt halbautomatisch. Nach der Füllung erfolgt der sofortige Verschluss mit Korken. Da der Wein danach einige Wochen zur Ruhe kommen sollte, lagern die Flaschen vor dem Versand in temperierten Lagerräumen. Die Ausstattung durch Etikett und Kapsel runden den Prozess ab. Hierbei sind wir bestrebt, die in der Flasche befindliche Qualität nach außen auf das Etikett zu bringen, um dem Verbraucher eine echte und wahrheitsgemäße Idee zu geben, was ihn beim Genuss erwartet. |